Abnehmen in der Fastenzeit

Zur Fastenzeit wird abgenommen!?

Fallstricke rein ernährungsorientierter Diätprogramme

Um es vorweg zu nehmen: Hält man sich an die Vorgaben von Diätprogrammen, können mit so ziemlich jeder Diät die Pfunde kurzzeitig purzeln. „Entscheidend ist jedoch, ob die Gewichtsreduktion dauerhaft Erfolg hat“, erläutert Jens Luther von der Verbraucherzentrale Sachsen. Denn erst nach Ende der durchgehaltenen Diät fangen die Probleme oftmals an. Bekanntlich setzt dann der unerwünschte Jo-Jo-Effekt ein und das Gewicht geht in der Regel wieder nach oben.

Neben dem Jo-Jo-Effekt liegen die Gründe für einen Wiederanstieg des Gewichtes unter anderem darin, dass Teilnehmende an einem Abnehmprogramm es nicht schaffen, ihr Essverhalten dauerhaft umzustellen. Dies fällt den meisten Menschen sehr schwer. „Neben dem Verzicht auf liebgewonnene Leckereien und Gewohnheiten, sind die Ursachen für erfolglose Diäten recht vielfältig. Dazu gehören Veränderungen im Einkaufsverhalten, ein tägliches Umsetzen neuer ungewohnter Rezepte oder die fehlende Unterstützung des sozialen Umfeldes“, erläutert Luther.

Mit dem Abnehmen sind meist das Erreichen eines bestimmten Zielgewichtes und der regelmäßige Gang auf die Personenwaage verbunden. Frust und Freude liegen dann oft nur ein paar Pfunde voneinander entfernt. Nach dem Wiegen erfolgt in der Regel eine Beurteilung der gegessenen Lebensmittelmenge. War sie gering genug, hat man abgenommen. Ist das Gewicht jedoch gleich geblieben, schätzen die Abnehmwilligen ein, zu viel gegessen zu haben. „Eine damit einhergehende falsche Bewertung der zu essenden Mengen kann leicht in eine Essstörung übergehen“, gibt Luther zu bedenken.

Es gilt nach wie vor, dass Gewichtsreduktion dauerhaft nur dann erfolgreich sein kann, wenn mehr Energie über Bewegung verbraucht, als über Lebensmittel aufgenommen wird. „Eine so erreichte negative Energiebilanz wirkt dem allgemeinen Bewegungsmangel entgegen und schafft neben dem Gewichtsverlust sportliche Erfolge, die motivierend wirken“, erläutert Luther. In diesem Fall kann man sich über Lebensmittel mit allen notwenigen Nährsoffen versorgen, zusätzlich täglich ein wenig naschen und muss keine Angst haben, zuzunehmen.

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen